19. Juli 2016: Climb-Fishing in der Schlucht

Frisch erholt zurück aus den Ferien wollte ich einen neuen Abschnitt eines Seitenbachs der Landquart entdecken. Bisher war ich immer oberhalb der Schlucht eingestiegen, nun wollte ich mittendurch! Also wagte ich mich nach Feierabend in Sommerwatbekleidung (T-Shirt, kurze Hose, tiefe Trekkingschuhe) ins Abenteuer.

Schon beim dritten Wurf hatte ich zum ersten Mal Fischkontakt - das Untermässerli verabschiedete sich nach dem ersten Aufbltzen der Flanke von selber. Und in diesem Rhythmus gings weiter: eine schöne Gumpe nach der anderen, und in jeder zweiten stand eine Forelle, die auf den ersten Wurf nach dem Keytech-Gummi schnappte.
Das ist der Vorteil an Kunstköder am 4-er Haken: Die kleinen Farios knabbern nur am Gummi rum und beissen allenfalls das Schwänzchen ab. Und sollte doch mal eine hängen bleiben, muss ich nur kurz die Spannung aus der Schnur nehmen und weg ist der Jungspund.
Die Kletterei und das Waten im kühlen Bach verlangte mir einiges ab!
Etwa in der Mitte der Schlucht stiess ich dann auf diese verheissungsvolle Stelle:
Der erste Wurf zum Stein und Bängg! stieg sehr resolut eine kräftige und kampfstarke Bachforelle ein! Mit 29 cm zwar kein Monster, aber schön gezeichnet (besonders hübsch die drei roten Punkte auf der Fettflosse) und der Drill an der UL-Rute machte richtig Spass!
Tja, der Rest ist schnell erzählt: eine schöne Fario verlor ich noch, da ich den Anschlag nicht stark genug setzen konnte (unten waren mir die Steine im Weg, in der Mitte ein Baumstamm und oben Gestrüpp) und ein paar jungwüchsige Farios bissen kurz ins Gummi. Nach drei Stunden war die Schlucht durchstiegen. Was bleibt ist Muskelkater, einige Prellungen an den Beinen und eine wunderschöne Erinnerung!