Grischa-Bern-Connection 2017: MagicSurselva - MysticSurselva

Am vergangenen Woche fand zum dritten Mal in Folge das legendäre Fish,Chill&Grill Grischa Event statt, an dem sich die Grischa-Bern-Connection in unterschiedlicher Zusammensetzung im Grischaland trifft, um gemeinsame Streifzüge an Bergbäche und Bergseen zu unternehmen. Mit dabei waren neben mir und meinem Cousin R. aka barschhorst die gesamte Prominenz junger, nachhaltig denkender Fischer wie Nicola von den trouthunters, Räffu aka trout, RoliGR als einheimische Legende, und mit Jan und Talin war auch Finesse Fishing vertreten. Oder anders ausgedrückt: es tummelten sich Bern fischt, Züri Fischt und Bündner Fischer an den heissesten Spots der Surselva herum. Gerüchten zufolge soll sich sogar ein Freund vom Kasperli, de Schorsch Gaggo, in dieser Gegend herumgetrieben haben...

Nici und Räffu, die direkt aus Austria anreisten und schon mal einen Tag das Gebiet besichtigt hatten, checkten sich also am Freitag Abend in Maurizios AirBnB Appartment in Disentis ein, während ich Cousin R. und die Finesse Fishing Jungs in Landquart vom Zug abholte. Gegen Mitternacht stiessen wir dann zu den erweiterten trouthunters, das Wiedersehen wurde herzlich begossen, das Frühstück wurde kühl gestellt...

... und es wurden mithilfe der Karte Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. So gegen 2 Uhr waren dann wohl alle in ihren Träumen. Am nächsten Morgen stiess RoliGR zu uns und brachte im Auftrag von barschhorst frische Gipfeli mit. Ein kräftigendes Frühstück, und dann ging’s los! Der Auftrag war klar: Wir wollen heute Abend Fisch zum Znacht! Noch rasch Reis, Zitrone, Dill und so einkaufen, dann ab an den Bach. Wir teilten uns auf in drei Gruppen, welche sich unterschiedliche Bäche vorgenommen hatten – gegen Mittag wollten wir uns auf dem Hospiz treffen und eine Lagebesprechung durchführen.

Ich setzte also Finesse Fishing an ihrem Wunschgewässer ab, während Cousin R. und RoliGR weiter oben auf mich warten wollten. Räffu und Nici nahmen sich einen höher gelegenen Abschnitt vor.

 

Unser Gewässer zeigte sich von seiner besten Seite...

Das Wasser war leicht angetrübt, der Regen spülte viel Nahrung ins Wasser, wunderhübsche Pools – genau wie erhofft. Also machten sich Cousin R. aka barschorst erwartungsvoll auf die Pirsch...

... aber wo blieben die Fische? Schnell machte das Gerücht die Runde, Eggi Jörger sei heute Vormittag bereits hier durch :-)

Cousin R. und RoliGR hatten einigen Fischkontakt, konnten aber keine Farios Landen, während bei mir absolute Flaute war. 

Aufgrund fehlender Wathosen kämpften sich Erstgenannte jeweils durchs Unterholz, während ich den Weg durch den Bach suchte. So fand ich dann so quasi als Belohnung noch eine absolut traumhafte Stelle, welche gleichzeitig auch das Ende meiner dreistündigen Pirsch bedeutete.

Die Jungs von Finesse Fishing hatten Pech, ihr Gewässer präsentierte sich nicht wie erwartet. Da haben wohl in den letzten 10 Jahren diverse Lawinen, Hochwasser und allenfalls auch kleinere Murgänge den Bachlauf entscheidend verändert. 

Immerhin konnten Sie eine hübsche Bachforelle zu einem kurzen Fotoshooting überreden.

 

Mit Wobbler am kleinen Bergbach – Chapeau, Jungs!

 

 

Auch Räffu und Nici hatten Pech – sie hatten zwar einen wunderhübschen Bach ausgewählt, jedoch war ihnen bereits ein Fischer vorausgegangen. Mist! Und das trotz teilweise strömendem Regen und Wolken. Ja nu, war wohl auch der Eggi Jörger gewesen ;-)

 

 

Gegen Mittag trafen wir uns dann alle im Hospiz und stärkten uns mit mässig-pampiger Rösti und einer feinen Bratwurst, Kafi Lutz, Bier und weiss sonst noch was. Am Nachmittag war dann Bergseefischen angesagt.

Es erwartete uns ein wunderbarer Bergsee, das Wetter war von regnerisch-windig bis mystisch aufhellend-windig einfach wunderbares Seeforellen-Wetter!

Wir konnten zahlreiche Aktionen verbuchen, aber die Fische nahmen unsere Köder nur sehr spitz. So hatten wir unzählige Nachläufer, kurze Drills, in denen sich die Forellen nach kurzer Zeit mit zum Teil spektakulären Sprüngen und Saltos unterwegs verabschiedeten.

Räfu hat dann den Bann gebrochen und konnte die erste Seefo landen – yeah, unser Nachtessen war gesichert :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie bei Seefofischen üblich hiess es dann werfen, werfen, werfen und nochmals werfen...


Und nun konnten nun auch endlich die Jungs von Finesse Fishing punkten. Sie konnten Seefos mit wunderbarsten Zeichnungen verführen... und so konstruktiv zu unserem Nachtessen beitragen ;-)

   


Und auch die trouthunters haben zu dem schönen Erlebnis das ihre beigetragen...

Alles in allem doch noch ein richtig erfolgreicher Tag in einer eher surrealen Umgebung...


Nun – das Abendessen war gefangen und Räffu besorgte uns in der Zwischenzeit noch Butter aus der Küche des Hospiz, nachdem die straff-heisse aber gleichzeitig eiskalte und blonde Tatoo-Servierdüse dessen nicht fähig war...

Die Fische wurden von Schorsch Gaggo filettiert und vom trouthunter gebraten, grischafario kümmerte sich um Reis und Salat, barschhorst deckte den Tisch, die anderen hängten herum um machten dumme Sprüche. Jedenfalls liess liess sich das Resultat sehen.


Danach folgte noch eine lustige Aktion, die von einigen als „eine Art Rebellion“ bezeichnet wurde. Ich würde eher sagen, es war so eine Art „virtueller Flash Mob“, aber leider hatten die Admins nicht dieselbe Freude an diesem Event und die Posts blieben nur für kurze Zeit online...

Ich gebe zu, vier Fische passen nicht zu fünf Fischern (mea culpa) aber ich konnte wieder einmal am eigenen Leib erfahren, wie sehr sich innert kurzer Zeit eine richtige Gruppendynamik entwickelt :-)

 

Immerhin hatte ich das Messer beigesteuert...

Nun denn – am nächsten Vormittag war noch einmal Bachfischen angesagt, am Mittag wollten wir uns in der Unterkunft treffen, um aufzuräumen, auszuchecken und den Nachmittag zu planen.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben sich Cousin R. aka barschhorst und ich in den Rhätisch-Kongo, wo meine Sternstunde begann und endlich auch ich zum Zug kam: Erste vier Würfe - drei Fische gelandet!


Der Bach zeigte sich erneut von seiner schönsten Seite und offenbarte uns beiden unzählige Fischkontakte, wovon ich zwei Forellen behändigte, um sie am Abend meiner Familie zu kredenzen...

Leider lief es den Jungs von Finesse Fishing nicht so gut. Aufgrund fehlender Wathosen konnten sie kaum bis zu diesen Traumgewässern vordringen, zudem hatte ihnen schon jemand voraus gefischt. Ob das schon wieder der Eggi Jörger war? Naja, jedenfalls benötigt Streefishing in den Bergen einige Erfahrung, und bin sicher, dass die Joungsters das nächste Mal den Verhältnissen besser trotzen werden... Nun, sie setzten sich an die Strasse und warteten, bis sie wieder jemand aufpickte auf dem Weg zur Unterkunft...

 

 

 

Cousin R. und ich kämpften uns durch die Tücken des Alkohols, während Räffu, Nici und Roli schöne Züge befischten...


... ... und die eine oder andere kleine Schönheit zum Fotoshooting überreden konnten. Die grossen blieben leider nicht hängen...

 

Nach dem Check-out der Unterkunft teilten wir uns dann auf. RolliGR wollte einige Kollegen in grün ärgern gehen, die Berner-Fraktion machte sich auf in Richtung Oberalppass, und Jan, Talin und ich statteten dem Bergsee vom ersten Tag nochmals einen Kurzbesuch ab, jedoch an anderer Stelle...